Inklusion – Jedes Kind darf seinen eigenen Weg gehen
Jedes Kind ist anders. Und genau das ist für mich selbstverständlich.
Kinder entwickeln sich nicht nach einem einheitlichen Zeitplan. Sie bringen unterschiedliche Persönlichkeiten, Stärken, Interessen, Erfahrungen und Bedürfnisse mit. Manche Kinder benötigen in bestimmten Bereichen mehr Zeit, andere brauchen zusätzliche Unterstützung oder besondere Rahmenbedingungen.
Für mich bedeutet Inklusion deshalb nicht, dass alle Kinder das Gleiche tun oder das Gleiche können müssen.
Inklusion bedeutet für mich:
Jedes Kind soll dazugehören und die Unterstützung bekommen, die es benötigt, um sich entsprechend seiner eigenen Möglichkeiten entwickeln und am gemeinsamen Alltag teilhaben zu können.
Nicht die Diagnose steht im Mittelpunkt – sondern das Kind
Wenn ein Kind einen besonderen Förder- oder Unterstützungsbedarf hat, möchte ich es nicht zuerst über diesen Bedarf wahrnehmen.
Ich möchte wissen:
Wer ist dieses Kind?
Was interessiert es?
Was bringt es zum Lachen?
Was kann es bereits besonders gut?
Was fällt ihm schwer?
Was gibt ihm Sicherheit?
Und was braucht es, um sich weiterentwickeln zu können?
Die individuellen Stärken eines Kindes sind für mich genauso bedeutsam wie die Bereiche, in denen es Unterstützung benötigt.
Kleine Gruppe – individuelle Begleitung
Die Kindertagespflege bietet mit ihrer kleinen Gruppengröße besondere Möglichkeiten.
Ich kann Kinder intensiv beobachten, ihre Signale kennenlernen und meinen pädagogischen Alltag an unterschiedliche Bedürfnisse anpassen. Gleichzeitig bleibt das Kind Teil einer Gemeinschaft, in der Kinder miteinander und voneinander lernen.
Dabei geht es nicht darum, Unterschiede unsichtbar zu machen.
Kinder dürfen erleben:
Wir sind unterschiedlich – und trotzdem gehören wir zusammen.
Gemeinsam statt nebeneinander
Wenn ein Kind zusätzliche Unterstützung benötigt, muss diese für mich nicht losgelöst von seinem normalen Alltag stattfinden.
Durch meine Fortbildung des LVR im Bereich Inklusion habe ich mich fachlich mit der Begleitung von Kindern mit besonderem Förder- und Unterstützungsbedarf auseinandergesetzt.
Je nach individuellem Bedarf und den jeweiligen organisatorischen und rechtlichen Voraussetzungen kann eine Zusammenarbeit mit Frühförderstellen, Therapeut:innen, Assistenzkräften und weiteren externen Fachkräften Bestandteil der Betreuung sein.
Wo es möglich und für das Kind sinnvoll ist, können Förder- oder Therapieangebote auch in den Alltag der Kindertagespflege eingebunden werden.
Auch eine Assistenzkraft kann – sofern die entsprechenden Voraussetzungen vorliegen – ein Kind während seiner Zeit in meiner Kindertagespflege begleiten.
Mir ist dabei besonders wichtig, dass wir nicht unabhängig voneinander am selben Kind arbeiten.
Eltern, Kindertagespflege und beteiligte Fachkräfte sollen miteinander im Austausch stehen und gemeinsam auf die Bedürfnisse und Entwicklung des Kindes schauen.
Inklusion und Resilienz gehören für mich zusammen
Auch hier findet sich mein zentraler pädagogischer Schwerpunkt wieder: Resilienz.
Ein Kind soll nicht ständig erfahren, was es im Vergleich zu anderen noch nicht kann.
Es soll erleben:
„Ich kann etwas.“
„Ich gehöre dazu.“
„Ich darf Hilfe brauchen.“
„Ich darf Dinge auf meine Weise lernen.“
„Ich kann etwas bewirken.“
Gerade für Kinder, die in ihrem Alltag häufiger mit ihren eigenen Grenzen oder mit Barrieren ihrer Umwelt konfrontiert werden, können solche Erfahrungen besonders wertvoll sein.
Resilienz bedeutet dabei nicht, ein Kind möglichst widerstandsfähig gegenüber schwierigen Bedingungen zu machen.
Es bedeutet für mich auch, Bedingungen zu schaffen, unter denen das Kind Sicherheit, verlässliche Beziehungen, Selbstwirksamkeit und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln kann.
Tiergestützte Pädagogik kann zusätzliche Wege eröffnen
Auch unsere Tiere können im inklusiven Alltag besondere Begegnungsmöglichkeiten schaffen.
Kontakt und Beziehung müssen nicht immer über Sprache entstehen. Ein Tier gemeinsam zu beobachten, Futter vorzubereiten, Nähe oder Abstand selbst zu bestimmen oder Verantwortung für eine kleine Aufgabe zu übernehmen, kann Kindern unterschiedliche Möglichkeiten der Beteiligung eröffnen.
Dabei gilt auch hier:
Nicht das Kind muss zu meinem Angebot passen – ich schaue, welche Möglichkeiten mein Angebot diesem Kind eröffnen kann.
Inklusion braucht Zusammenarbeit
Ob meine Kindertagespflege für ein Kind mit besonderem Unterstützungsbedarf der passende Betreuungsort ist, möchte ich deshalb immer individuell und gemeinsam mit den Eltern betrachten.
Wir sprechen über die Bedürfnisse des Kindes, notwendige Rahmenbedingungen und darüber, welche Unterstützung bereits vorhanden ist oder zusätzlich benötigt werden könnte.
Wenn weitere Fachstellen beteiligt sind, wünsche ich mir eine offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Denn für mich bedeutet Inklusion nicht, alles alleine leisten zu müssen.
Inklusion bedeutet, gemeinsam Bedingungen zu schaffen, unter denen ein Kind dazugehören, teilhaben und sich entwickeln kann. hier Ihren Text ein.
Kinder brauchen Freiräume, um sich entwickeln zu können.
Sie brauchen aber ebenso Sicherheit, Orientierung und einen verlässlichen Rahmen.
Bedürfnisorientierte Begleitung bedeutet für mich deshalb nicht, dass ein Kind immer bekommt, was es möchte oder selbst über alles entscheiden kann. Kinder brauchen Erwachsene, die Verantwortung übernehmen, Grenzen setzen, Orientierung geben und gleichzeitig bereit sind, die Perspektive des Kindes ernst zu nehmen.
Innerhalb dieses sicheren Rahmens dürfen Kinder ausprobieren, mitbestimmen, Entscheidungen treffen und an ihren Erfahrungen wachsen.
Hinter dem Verhalten eines Kindes steckt häufig ein Bedürfnis.
Ein Kind, das nicht nach Hause gehen möchte, kann beispielsweise das Bedürfnis haben, sein Spiel zu Ende zu führen. Ein Kind, das sich einer gemeinsamen Aktivität entzieht, benötigt vielleicht gerade Ruhe. Hinter Wut können Frustration, Überforderung, Autonomie oder das Bedürfnis nach Nähe stehen.
Das bedeutet nicht, dass jeder Wunsch erfüllt werden kann.
Meine Aufgabe sehe ich darin, hinzuschauen:
Was möchte mir dieses Kind gerade mitteilen? Was braucht es – und wie kann ich es innerhalb der bestehenden Grenzen begleiten?
Manchmal kann ich eine Situation verändern. Manchmal kann ich eine Alternative anbieten. Und manchmal bleibt eine Grenze bestehen.
Auch dann darf ein Kind enttäuscht, traurig oder wütend sein.
Gefühle müssen nicht verhindert werden. Sie dürfen begleitet werden.
Kinder müssen nicht sprechen können, um eine Meinung zu haben.
Gerade kleine Kinder kommunizieren sehr deutlich über Körpersprache, Mimik, Gestik, Laute, Hinwendung und Abwendung.
Ein Wegdrehen kann ein Nein sein.
Ein ausgestreckter Arm kann bedeuten: „Ich möchte das.“
Ein Kind, das immer wieder zu einer Sache zurückkehrt, zeigt Interesse.
Diese Signale wahrzunehmen und ernst zu nehmen, ist für mich ein wichtiger Bestandteil von Partizipation.
Partizipation bedeutet für mich mehr, als einem Kind gelegentlich zwei Möglichkeiten zur Auswahl zu stellen.
Kinder sollen entsprechend ihrem Alter und Entwicklungsstand erleben, dass sie ihren Alltag tatsächlich mitgestalten können.
Das kann bedeuten, dass sie entscheiden, womit oder mit wem sie spielen möchten, ob sie an einer freiwilligen Aktivität teilnehmen, welches Buch wir anschauen oder ob und wie sie Kontakt zu unseren Tieren aufnehmen möchten.
Auch bei alltäglichen Abläufen bekommen Kinder zunehmend Möglichkeiten, selbst tätig zu werden und Verantwortung zu übernehmen.
Dabei gilt:
Mitbestimmung endet dort, wo Sicherheit, Gesundheit, das Wohl anderer oder die Verantwortung der Erwachsenen betroffen sind.
Diese Grenzen sollen für Kinder möglichst nachvollziehbar und verlässlich sein.
Ein besonders wichtiger Teil von Partizipation ist für mich das Recht des Kindes auf persönliche Grenzen.
Kinder sollen erfahren, dass ihre Körpersignale wahrgenommen werden und dass sie Nein sagen dürfen.
Das bedeutet gleichzeitig, die Grenzen anderer Menschen und unserer Tiere kennenzulernen und respektieren zu lernen.
So entsteht nach und nach ein Verständnis dafür:
Meine Grenze zählt – und die Grenze meines Gegenübers zählt ebenfalls.
Partizipation bedeutet nicht, dass Erwachsene ihre Verantwortung an Kinder abgeben.
Es gibt Situationen, in denen ich eine Entscheidung treffen muss – beispielsweise wenn es um Sicherheit, Gesundheit oder den Schutz eines Kindes, eines anderen Kindes oder eines Tieres geht.
Auch das gehört zum Aufwachsen.
Entscheidend ist für mich, wie ich diese Grenze begleite.
Ich möchte Kindern möglichst erklären, warum etwas gerade nicht möglich ist, ihre Reaktion darauf ernst nehmen und sie mit ihrer Enttäuschung nicht alleine lassen.
Ein Kind darf eine Grenze doof finden.
Die Grenze kann trotzdem bestehen bleiben.
Bedürfnisorientierung und Partizipation stehen für mich deshalb nicht im Gegensatz zur Resilienzförderung – sie gehören unmittelbar zusammen.
Ein Kind darf erleben:
Ich werde gesehen.
Meine Meinung zählt.
Ich kann Entscheidungen treffen.
Ich kann etwas bewirken.
Aber auch:
Nicht alles gelingt sofort.
Nicht jeder Wunsch kann erfüllt werden.
Andere Menschen haben ebenfalls Bedürfnisse und Grenzen.
Ich kann Enttäuschungen und Herausforderungen bewältigen – und muss das nicht immer alleine schaffen.
In einem sicheren und verlässlichen Rahmen können Kinder genau diese Erfahrungen machen.
Sie dürfen ausprobieren, Fehler machen, Konflikte erleben, Lösungen suchen, Hilfe annehmen, erneut versuchen und schließlich feststellen:
„Ich kann das schaffen.“
Und genau dort treffen sich für mich Bedürfnisorientierung, Partizipation und mein wichtigster pädagogischer Schwerpunkt:
Kinder auf ihrem Weg zu resilienten, selbstbewussten und gleichzeitig empathischen Persönlichkeiten zu begleiten.
Der Beginn in der Kindertagespflege ist für ein Kind und seine Familie ein bedeutender Übergang. Eine neue Umgebung, neue Menschen, andere Kinder, Tiere, Geräusche, Gerüche und Abläufe müssen erst vertraut werden.
Deshalb arbeite ich bei der Eingewöhnung partizipatorisch und beziehungsorientiert.
Ich orientiere mich nicht an einem starren zeitlichen Ablauf, nach dem nach einer bestimmten Anzahl von Tagen ein erster Trennungsversuch stattfinden muss. Entscheidend ist für mich vielmehr die Frage:
Ist dieses Kind bereit für den nächsten Schritt?
Das Kind gestaltet seine Eingewöhnung aktiv mit
Partizipation beginnt für mich nicht erst dann, wenn ein Kind sprechen kann. Auch sehr junge Kinder teilen uns deutlich mit, wie es ihnen geht: durch ihre Körpersprache, ihren Gesichtsausdruck, ihre Bewegungen, ihre Kontaktaufnahme, ihr Spiel, ihr Weinen, ihr Nähebedürfnis oder ihren Rückzug.
Diese Signale nehme ich ernst.
Das Kind darf deshalb das Tempo seiner Eingewöhnung wesentlich mitbestimmen. Ich beobachte beispielsweise:
Sucht es von sich aus Kontakt zu mir? Beginnt es, den Raum zu erkunden? Kann es sich zunehmend von seiner vertrauten Bezugsperson entfernen? Nimmt es Kontakt zu den anderen Kindern oder zu den Tieren auf? Lässt es sich von mir begleiten oder trösten? Und zeigt es uns, dass es sich bereits sicher genug für eine erste kurze Trennung fühlt?
Eine Trennung findet nicht statt, weil ein bestimmter Tag im Eingewöhnungsplan erreicht wurde. Sie erfolgt dann, wenn die Entwicklung der Beziehung und die Signale des Kindes erkennen lassen, dass der nächste Schritt verantwortbar ist.
Warum ich nicht nach einem klassischen Stufenplan eingewöhne
Bekannte Eingewöhnungsmodelle wie das Berliner Eingewöhnungsmodell haben wesentlich dazu beigetragen, die Bedeutung einer behutsamen und begleiteten Eingewöhnung in Kindertagesbetreuung sichtbar zu machen.
Meine heutige pädagogische Haltung geht jedoch darüber hinaus.
Mir ist ein Ansatz wichtig, bei dem das Kind nicht nur beobachtet wird, um den passenden Zeitpunkt für vorgegebene Eingewöhnungsschritte festzustellen, sondern als aktiver Beteiligter seines eigenen Übergangs wahrgenommen wird.
Deshalb steht bei mir nicht die Frage im Mittelpunkt, wann laut Modell der nächste Schritt vorgesehen ist, sondern was das einzelne Kind in diesem Moment benötigt und welche Signale es uns gibt.
Auch Eltern dürfen ankommen
Eine partizipatorische Eingewöhnung betrifft nicht nur das Kind.
Auch Eltern geben ihr Kind in eine zunächst noch fremde Umgebung und bauen Vertrauen zu mir als neuer Bezugsperson auf. Unsicherheit, Fragen und manchmal auch Schwierigkeiten beim Loslassen dürfen deshalb dazugehören.
Ich wünsche mir während der Eingewöhnung einen offenen Austausch. Beobachtungen werden miteinander besprochen und Entscheidungen über die nächsten Schritte möglichst transparent getroffen.
Dabei steht nicht die möglichst schnelle Trennung im Mittelpunkt.
Das Ziel ist eine tragfähige Beziehung.
Denn eine gelungene Eingewöhnung bemisst sich für mich nicht daran, wie schnell ein Kind ohne seine Eltern bei mir bleibt. Sie zeigt sich darin, dass das Kind zunehmend Sicherheit gewinnt, Vertrauen entwickelt und meine Kindertagespflege als einen Ort erlebt, an dem es sich geschützt, gesehen und angenommen fühlt.
Zeit ist kein Wettbewerb
Manche Kinder benötigen dafür wenig Zeit, andere deutlich mehr. Beides ist in Ordnung.
Deshalb vereinbare ich mit Familien bereits vor Betreuungsbeginn, ausreichend Zeit für die Eingewöhnung einzuplanen. Berufliche Termine sollten in dieser sensiblen Phase möglichst nicht darüber entscheiden müssen, wann ein Kind „funktionieren“ oder eine Trennung bewältigen soll.
Nicht der Kalender bestimmt die Eingewöhnung – sondern die Beziehung und die Signale des Kindes.
Unser Tagesablauf
Kinder brauchen wiederkehrende Abläufe, die ihnen Orientierung und Sicherheit geben. Gleichzeitig brauchen sie Zeit und Freiräume, um ihren eigenen Interessen nachzugehen, zu spielen und die Welt zu entdecken.
Deshalb gibt es bei uns einen verlässlichen Tagesrahmen – aber keinen starren Stundenplan. Die Bedürfnisse der Kinder, das Wetter, unsere Tiere und manchmal auch eine spontane Idee dürfen unseren Tag mitgestalten.
Ab 8:00 Uhr – Gemeinsam in den Tag starten
Ab 8:00 Uhr beginnt unser gemeinsamer Tag. Die Kinder kommen an, finden in Ruhe in die Gruppe und haben Zeit für erste Begegnungen und freies Spiel.
Unser Vormittag – Tiere, Bewegung & kleine Abenteuer
Ein fester Bestandteil unseres Vormittags ist die Versorgung unserer Tiere. Hund, Kaninchen und Hühner gehören zu unserem Alltag und die Kinder dürfen ihrem Alter und ihren Möglichkeiten entsprechend daran teilhaben.
Füttern, beobachten, versorgen und Rücksicht nehmen schaffen viele kleine Gelegenheiten, Verantwortung und Selbstwirksamkeit zu erleben.
Auch Spaziergänge mit Teddy gehören zu unserem Alltag. Dabei erleben wir unsere Umgebung, bewegen uns an der frischen Luft und entdecken unterwegs oft mehr, als ursprünglich geplant war.
Daneben bleibt ausreichend Zeit für Freispiel und gemeinsame Unternehmungen.
Dazu können beispielsweise Ausflüge und besondere Erlebnisse außerhalb der Kindertagespflege gehören. Auch Besuche der Salzgrotte in Voerde-Spellen können Bestandteil unseres Alltags sein. Hier stehen für mich insbesondere Ruhe, Entspannung und das gemeinsame Erleben einer besonderen Umgebung im Vordergrund.
Ruhe und begleiteter Mittagsschlaf
Nach einem erlebnisreichen Vormittag brauchen kleine Kinder Zeit, um zur Ruhe zu kommen und die vielen Eindrücke zu verarbeiten.
Deshalb folgt eine von mir begleitete Ruhe- und Schlafphase. Die Kinder werden nicht einfach zum Schlafen hingelegt, sondern dürfen in einem geschützten und vertrauten Rahmen zur Ruhe finden.
Dabei werden die individuellen Schlaf- und Ruhebedürfnisse der Kinder berücksichtigt.
Gemeinsam essen
Nach der Ruhephase folgt unser gemeinsames Mittagessen.
Essen bedeutet für mich mehr als Nahrungsaufnahme. Es ist auch Gemeinschaft, Kommunikation und ein Stück Selbstständigkeit. Die Kinder dürfen entsprechend ihres Entwicklungsstandes mitwirken und zunehmend selbstständig werden.
Anschließend räumen wir gemeinsam auf.
Auch solche kleinen Aufgaben gehören für mich zum pädagogischen Alltag: Ich bin Teil dieser Gemeinschaft und kann etwas beitragen.
Spielen & Abholen
Nach dem Mittagessen bleibt noch einmal Zeit für gemeinsames oder freies Spiel und einen ruhigen Ausklang des Tages.
Von 14:00 bis 15:00 Uhr beginnt unsere Abholzeit. Nach und nach verabschieden sich die Kinder und gehen mit ihren Familien nach Hause.
Ein Rahmen, der Halt gibt – und trotzdem beweglich bleibt
Unsere wiederkehrenden Routinen geben den Kindern Sicherheit und Orientierung.
Trotzdem darf jeder Tag ein bisschen anders sein.
Denn ein guter Tagesablauf bedeutet für mich nicht, dass jeden Tag zur gleichen Minute das Gleiche passieren muss. Er schafft einen sicheren Rahmen, innerhalb dessen Kinder spielen, entdecken, mitbestimmen und ihre kleinen und großen Abenteuer erleben dürfen.